Wie kann man Erschöpfung mit GPS-Daten beobachten?

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Das Rezept für eine optimale Trainingsbelastung für Teamsport-Spieler ist eine konstante Balance zwischen “Fitness-Level” und “Erschöpfungs-Level”. Auf der einen Seite ist eine höhere Trainingsbelastung vorteilhaft um das Fitness-Level der Spieler aufrechtzuerhalten oder zu verbessern. Auf der anderen Seite ist eine niedrigere Belastung (oder ein freier Tag) wichtig für die Regeneration vor der nächsten Trainingseinheit oder dem nächsten Spiel. Deshalb ist das Beobachten der Erschöpfung Ihrer Spieler von enormer Wichtigkeit, wenn Sie die optimale Belastung für jeden Spieler individuell festlegen.

Belastungs-und Erholungs App

Ein Mittel um Erschöpfungs-Level zu beobachten sind Fragebögen: Spieler geben auf Ihrem Mobiltelefon zu 5 Erholungsfragen jeweils einen Wert auf einer Skala an (subjektive Daten). Obwohl dies eine einfache und aussagekräftige Methode ist, um Einblicke in den Erholungsprozess Ihrer Spieler zu erhalten, wird in diesem Blog-Post erklärt wie Ihnen Positions-Daten (objektive Daten) noch mehr Informationen zum Erschöpfungs-Level Ihrer Spieler geben können.

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Was verursacht Erschöpfung?

Es ist bekannt, dass Fußballspiele bei den Spielern eine akute Erschöpfung (weniger als 3 Stunden nach einem Spiel) und eine verbleibende Erschöpfung (72 Stunden nach einem Spiel) verursachen. Dies wird durch eine verringerte Maximalkraft und durch eine erhöhte Konzentration der Indikatoren für Muskelschäden in den 24-48 Stunden nach einem Spiel deutlich. Der Auslöser für diese Auswirkungen sind eine wiederholte exzentrische Muskelaktivität, vor allem bedingt durch hochintensive Bewegungen (z.B. Sprints und Beschleunigungen) im Verlauf eines Spiels oder Trainings.

Trainingseinheit und Spiel

Die weniger intensiven Bewegungen (z.B. Gehen oder Joggen) haben nur ein geringes Ausmaß an Muskelschäden zur Folge. Daher gibt die Gesamtdistanz, die ein Spieler zurückgelegt hat, nur wenig Auskunft über die Erschöpfung eines Spielers, obwohl dies einer der meistgenutzten Faktoren ist. Im Gegensatz gibt die Sprintdistanz (Distanz >20km/h) und die Anzahl der hohen Beschleunigungen (>3m/s²) weitaus mehr Informationen über die Erschöpfung nach einer Trainingseinheit oder einem Spiel.

Was kann man in der Praxis tun?

Bedeutet das, dass Spieler, die im Training oder in einem Spiel mehr sprinten oder beschleunigen auch eine längere Erholungsphase benötigen als andere Spieler? Nein, das ist nicht immer der Fall. Wenn ein Spieler die hohe exzentrische Muskelaktivität gewohnt ist, dann beschleunigt das auch seine Erholungsphase. Daher sind wir nicht an den absoluten Zahlen interessiert, um das Erschöpfungs-Level eines Spielers festzulegen. Viel mehr sind die relativen Zahlen wichtig: Hat der Spieler mehr oder weniger hochintensive Bewegungen als gewohnt zurückgelegt? Eine grobe Richtlinie hierfür ist: Wenn die hochintensive Belastung eines Spielers 20-30% höher ist als normalerweise während eines Spiels (oder einem Konditionstraining), dann sollte das ein Hinweis für ein höheres Erschöpfungs-Level in den darauffolgenden 24-48 Stunden sein. In diesem Fall werden extra Erholungsmethoden oder eine niedrigere Trainingsbelastung (speziell bei hochintensiven Übungen) für diesen Zeitraum empfohlen.

Der Einfluss der Fitness

Zusätzlich beeinflusst das Fitness-Level eines Spielers sein Erschöpfungs-Level nach einer Trainingseinheit. Wenn ein Spieler von einer Verletzung zurückkommt oder nicht in der Lage war das volle Trainingsprogramm über die letzte(n) Woche(n) mitzumachen, dann hat das auch einen negativen Effekt auf die Dauer der Erholung, da das Erschöpfungs-Level erhöht ist. Trotz der Tatsache, dass die relativen Zahlen mehr wichtige Informationen über die Erschöpfung geben, ist es wichtig diese Daten auch im Kontext jedes einzelnen Spielers zu interpretieren!

Fazit

Auch wenn die zurückgelegte Gesamtdistanz die von Trainern am meisten genutzte Variable ist, gibt diese nicht genügend Einblicke zum Erschöpfungs-Level eines Spielers. Stattdessen sollten hochintensive Bewegungen (Sprintdistanz und hohe Beschleunigungen) als Indikator über den Status eines Spielers genutzt werden. Jedoch geben die absoluten Zahlen nicht alle Informationen, sondern sind es die relativen Zahlen (Prozentsatz dessen was ein Spieler normalerweise leistet). Und selbst für die relativen Zahlen ist es wichtig, den Kontext jedes individuellen Spielers zu berücksichtigen.

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